Glaubenswoche 2005 -
"GrenzDance - Nichts ist unmöglich?!" Wer sonst über das Thema, die Mappe und methodische
Umsetzung etwas erfahren möchte, kann am 8.11. um 19.30 Uhr ins Dekanatsjugendbüro in
GMHütte, Oeseder Straße 64 kommen. Außerdem haben wir nochmals das Titelcover, den Einleitungstext der Mappe sowie die Gedanken der Titelbild-Grafikerin eingefügt, damit man schon auf dieser Site etwas in die Glaubenswoche einsteigen kann! Viel Spaß beim GrenzDance!
GrenzDance
nichts ist unmöglich?! Was
ist das denn für ein Titel? -werden sich einige sicher denken und damit haben wir
dann auch schon ein erstes Ziel erreicht. Wir wollen mit dieser Arbeitshilfe nämlich zum
Nachdenken über Grenzen einladen. Aber wir wollen dies spielerisch, tänzerisch tun. Wir
wollen an Grenzen herangehen, sie einmal überschreiten, wieder zurückkehren,
Durchlässigkeiten prüfen, Verschiebungen vornehmen und dabei auch den Wert von Grenzen
erfahren. Durch diesen GrenzDance wollen wir herausfinden, was für uns möglich oder eben
auch unmöglich ist. Wir haben
uns für sechs Kapitel und damit für sechs Perspektiven auf das Thema entschieden, die
alle für sich alleine stehen können. Es macht aber Sinn, mehrere Perspektiven
einzunehmen. Kapitel 1:
Da hörts
aber auf
körperliche,
geistige, seelische Grenzen Kapitel 2:
Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
Konsum,
Wachstum, Erwachsenwerden, Abgrenzung zum Elternhaus Kapitel 3:
Mit mir
nicht! Mit dir nicht!
Ab- und
Ausgrenzung, Fremdsein Kapitel 4:
TranszenDance
Konfessions
und Religionsunterschiede, Sakramente als Erfahrung von Grenzüberschreitung Kapitel 5:
Anarchie
geht nie!
Regeln, Gesetze und Moral als verschiedene Grenzen; die Zehn Gebote Kapitel 6:
Timewalk
-
Zeit als Grenze
Das Glaubenswochenteam Als ich
den diesjährigen Titel der Glaubenswoche zum ersten Mal "auf den Tisch" bekam,
schwirrten mir zunächst Gedanken wie: "Was ist das denn - eine Mischung aus
Werner-Beinhart, Mission Impossible und Toyota- nichts ist unmöglich" durch den
Kopf. Nach näherem "Hindenken" jedoch kam folgendes heraus: Eine
bildliche Darstellung dieses Titels kam für mich nicht in Frage und ich entschied mich
für eine fast ausschließlich typografische Umsetzung des Themas (also ein Arbeiten mit
Schrift). Hinzugezogen habe ich noch eine Grafik des Niederländers Maurits Cornelis
Escher. Eschers perspektivisch widerspruchsvollen Bilder erinnern nachdenklich daran,
dass wir vor allem das sehen, was wir bereits kennen oder zu kennen glauben. Aber ist
das, was wir erkennen wirklich das, was abgebildet ist? Eschers Metamorphosen
(Verwandlungen) und Anamorphosen (Verzerrungen) werfen die Frage auf, wie stark die
Deformation oder Verfremdung einiger Bilder werden kann, bis wir das abgebildete Objekt
nicht mehr identifizieren können. Wie kann ich den Titel "GrenzDance -nichts ist
unmöglich" richtig deuten? Gibt es verschiedene Ansätze? Ich denke schon. Geht es
darum, Grenzen zu setzen und sie zu akzeptieren oder Grenzen spielerisch tanzend -
zu nehmen und sie zu überschreiten? Nichts ist unmöglich oder alles ist möglich? In
meinem christlichen Verständnis ist beides möglich und muss beides möglich sein. Wenn
man erst mal z.B. an die zehn Gebote denkt, werden eindeutig Grenzen gesetzt, die
unmissverständlich sind. Auf der anderen Seite werden moralische und gesellschaftliche
Grenzen eindeutig überschritten. Ich kenne die Bibelstelle nicht genau, aber ich erinnere
mich an die Frau, die von einer Menschenmenge gesteinigt wird, weil sie Grenzen
überschritten hat und Jesus sie - ich nenne es mal: rettet -und er mit ihr zusammen die
Grenze überschreitet und sie "an die Hand nimmt". Tja-
unglaublich viele Gedanken zu diesem Thema, gepresst in ein DIN-A4-Plakat. Cornelia
Wiederholt
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